Montag, 7. Mai 2012

Settling in

Letzten Freitag ist Tobias in seine neue Wohnung gezogen und hat sich für diesen Zweck ein Auto gemietet. Um dieses maximal nutzen können, haben wir am Freitagabend nach der Arbeit noch einen Road Trip gemacht. Unser Ziel war Nantusket, eine Landzunge südlich von Boston, von der aus man einen tollen Blick auf das nächtliche Boston hatte, obwohl noch eine kleine, in der Boston Bay gelegene Insel, im Weg war.


Der blaue Punkt markiert unser Ziel.

Nach der Arbeit am Freitag ging es los, in der Stadt haben wir noch Gerti abgeholt.

Unterwegs

Meilenweit Strand und der Atlantik. Und das direkt vor der Haustür.

Im Sommer ist es bestimmt prima hier.

Aber derzeit ist es einfach nur kalt, vor allem, wenn die Sonne weg ist.

Die Boston Bay im Sonnenuntergang

Das Prudential Building und der Hancock Tower ragen heraus.

Unser Schlachtschiff frisst fast 30 Liter auf 100 km!!!!!!!

Das Wochenende habe ich viel mit Skypen verbracht sowie dem Ausnutzen, dass ich nun endlich eine richtige Telefonnummer mit Vertrag habe.;-)  Ich bin jetzt auch in diesem Jahrhundert angekommen und habe ein Smart Phone, allerdings habe ich mich gegen das iphone entschieden und stattdessen ein Samsung Galaxy mit dem ich sehr zufrieden bin. Am Sonntag bin ich wieder zu meiner Großmutter und meiner Tante zum Mittagessen gegangen. Das ist mittlerweile "Tradition", so schnell geht das mit der Tradition in den USA ;-)

Am Sonntagnachmittag habe ich wieder die Boston Symphony besucht, allerdings hat nicht das Boston Symphony Orchester gespielt, sondern das Orchester der Handel and Haydn Society, eines der ältesten Orchester in den USA, die sich bald auf ihre 200-Jahr-Feier vorbereiten. Es war grandios: Mozarts Krönungsmesse, sowie Stücke von Haydn und Händel.

Dieses Mal hatten wir Plätze auf dem 2. Balkon.

Harry Christophers ist der fantastische Dirigent.


Abends hat Tobias für uns gekocht, um seine neue Wohnung einzuweihen : Schmortopf mit Reis und Salat, war richtig lecker :-)

Tobias wohnt in Fenway, ein schönes Viertel mit großem Park (Emerald Necklace). Im Hintergrund ist das Museum of Fine Arts zu sehen.

Hmmm

Ein gemütlicher Abend

Der Gastgeber

Am Dienstag gab es im Dana-Farber einen Vortrag von Douglas Hanahan. Dieser hat seinerzeit das SOB und das SOC Medium entwickelt, ohne welche molekularbiologische Forschung sicherlich nicht möglich wäre. Daneben ist er Autor eines Papers in Cell über "The Hallmarks of Cancer", der der meist zitierte Artikel überhaupt in Cell ist. Der Vortrag war auch richtig interessant, insbesondere weil seine Gruppe ein Thema bearbeitet, dass auch für meine Arbeit sehr relevant ist.


Douglas Hanahan während des Vortrags

Nachher gab es ausreichend Zeit für Diskussion.
Ansonsten lebe ich mich hier wirklich sehr gut ein. Ich bin jetzt auch schon in meine nächste Zwischenwohnung in Brookline gezogen, aber davon beim nächsten Mal mehr. Es ist unter der Woche schwer, den Blog zu führen, da ich täglich 10 bis 12 Stunden arbeite und abends müde nach Hause komme. Aber es macht großen Spaß, insbesondere weil ich endlich auch mit den Versuchen angefangen habe!!! Zum "Beweis" noch ein paar Fotos von der Arbeit ;-)

Literaturrecherche in meinem Cubicle

Das mache ich den ganzen Tag

Mein Meer von Primern

Sonntag, 29. April 2012

Take me out to the ball game

Spannende Tage liegen hinter mir, sowohl was die Arbeit angeht, als auch die Freizeitgestaltung, denn ich habe viel erlebt.

Bezüglich der Arbeit ist das wichtigste, dass ich ein etwas anderes Thema bearbeiten werde als ursprünglich geplant. Es geht aber selbstverständlich noch immer um Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nur trifft es jetzt noch viel mehr meine Interessen und das ist super. Nach ausgiebieger Literaturrecherche habe ich nun diese Woche auch endlich mit dem Experimentieren und Rumpantschen mit den Pipetten angefangen. Es macht echt Spaß!

Meine erste Arbeitswoche haben wir dann auch mit dem ersten Lobster dieses Aufenthaltes gefeiert. 


Frühling in Boston

Der Bostoner Hafen

Direkt benachbart liegt das North End, welches man auch als Little Italy bezeichnet.

Ohne Worte ;-)

Tobias und Gerti

Worauf ich mich schon die ganze Zeit in Aachen gefreut hatte, war der Besuch eines Konzertes des Boston Symphony Orchestra und am letzten Donnerstag war es dann endlich soweit: Beethoven´s erste Symphonie und Auszüge aus Mendelssohn´s Mittsommernachtstraum nach dem Schauspiel von Shakespeare. Es war umwerfend schön! Die Symphony ist dabei nach dem Vorbild europäischer Opernhäuser gebaut worden, dabei wurde genau darauf geachtet, von verschiedenen Häusern das beste zu nehmen, um eine perfekte Akustik auf allen Plätzen zu ermöglichen.

Vorfreude auf das Boston Symphony Orchestra

Da wir unsere vorbestellten Karten am Schalter abholen mussten, waren wir viel zu früh da

Ganz oben ist der Namen Beethoven eingraviert. Das war damals beim Bau der Symphony der einzige, auf den sich alle Mäzene einigen konnten.

Standing Ovations zum Ende des Konzertes

Am Freitagabend stand dann der Besuch der "Tangente" des MGH an, allerdings heißt sie hier "The Hill Tavern". Es war ganz nett, wir haben an einem Tisch mit vielen niederländischen PhD-Students gesessen, aber eigentlich war es nur Vorglühen für eine Party in Brookline :-)

In der "Tangente"

Den Samstag habe ich so richtig schön amerikansich verbracht: Erst brunchen bei meinem Cousin Alok und seiner Frau Carol und den Kindern Rohan und Quirin in einem Vorort von Boston, mit der ganzen Familie dann ein Ausflug zum MIT Museum (zur Ausstellung "Robots gone wild"), dann zum Baseball und abends dann ein Diner mit meiner Cousine Reba und Freundinnen von ihr :-)
Zum Baseball muss leider gesagt werden, dass mich viel zu viel an die gute Alemannia erinnert hat: Es ist das älteste Stadion der Liga (am Tag vorher war die ganz große 100-Jahr-Feier), der Ruf als Hexenkessel, und, naja, eine 9:0 Führung im 5. Inning abgegeben und mit 9:15 verloren.. Und das gegen den Erzfeind, die New York Yankees!! Und, dementsprechend, Tabellenletzter in der Eastern Division der American League...Puuh..


Alok bereitet das Frühstück vor.
Hmmmm, Rohan schmecken Bacon und Schoko-Croissaints ;-)

Quirin lässt sich lieber von seiner Mutter Carol vorlesen

Dieses Wollknäuel ist tatsächlich eine Hündin, Suki.

Quirin

Am MIT Musem gibt es die Ausstellung "Robots gone wild" und Rohan liebt Roboter.

Quirin dagegen nicht so, denn er ist eingschlafen
Die Kinder dürfen auch einige Sachen ausprobieren.

Dieser Roboter ahmt die Laufbewegung einer Wildkatze nach.

Und es gibt auch vermenschlichte Roboter.

Diese Violine wird automatisch gespielt.

Im MIT Gift Shop gibt es so schön nerdige Dinge, wie mathematische Eisformen oder Pizzaschneider.

Selbst bei einem Messbecher kommen Geeks voll auf ihre Kosten. ;-)

Es gibt hier wirklich ALLES!!


Am Samstagnachmittag geht es bei Top-Wetter zum Baseball.

Der Fenway Park, das Stadion der Boston Red Sox, ist genau 100 Jahre und einen Tag alt.

Felix Dubront beim Pitchen

Er ist einer der besten Pitcher der Red Sox.

Cody Ross muss sich gar nicht beeilen, denn er hat soeben einen Home Run geschlagen.
Wir hatten echt klasse Sitzplätze!

Meine Cousine Reba und ich

Der Hexenkessel "Fenway Park" mit der Skyline von Boston im Hintergrund.