Montag, 28. Januar 2013

OP-Kurs-Geburtstagswoche in Maine, Teil I

Puuhh.. Vielleicht bin ich ein klitzekleinwenig nicht dazu gekommen, meinen Blog weiterzuführen... ;-) Gelobe aber Besserung.. Um Euch allerdings aktuellere News zu liefern, habe ich mich entschieden, einen Cut zu machen und die übersprungene Zeit als Rückblenden einzufügen. Und diesen Cut mache ich, passenderweise, mit meinem Geburtstag, genauergesagt mit meiner Geburtstagswoche, während welcher ich in Bar Harbor im  Bundesstaat Maine einen Operationskurs des Jackson Laboratorys besucht habe. Es war einfach nur toll!

Bar Harbor ein kleiner Ort ist, welcher im Sommer vom Tourismus lebt (der Acadia National Park schliesst sich gleich an) und im Winter quasi ausgestorben ist. Die einzige Möglichkeit, den Ort ohne eigenes Auto zu erreichen, ist der Flug mit einer Cessna von Boston aus.. Fairerweise muss man aber sagen, dass dies einem die einmalige Möglichkeit bietet, eins mit dem Wind zu werden: man bekommt jede noch so kleine Turbulenz in der Luft deutlich mit...

Die aufgereihte Cessnas am Logan Airport in Boston
Aus dem Fenster kann man schon die beiden Berge von Mount Desert Island sehen. Auf dieser Insel liegt der Acadia National Park und eben auch Bar Harbor.

Wir sind heil in Bar Harbor angekommen.
 Mit einem Taxi fahre ich vom Flughafen zu unserer Unterkunft. Ich bin schon sehr gespannt. Das Jackson Laboratory ist natürlich weltweit bekannt. Unsere Unterkunft ist ein Herrenhaus in der Nähe des riesigen Geländes, welches direkt auf den Klippen gebaut ist. Ich habe totales Glück und bekomme ein Zimmer mit Balkon und direktem Blick auf die Klippen und den Atlantik. Obwohl das Wetter nicht besonders gut ist, erkunde ich erstmal die Gegend. Vom Garten aus gibt es einen kleinen Weg, der die Klippen runterführt und direkt am Atlantik endet.
Mein Balkon...

...hat einen Wahnsinnsblick!!
 
Die Rückseite des Hauses.. Den "kleinen" Balkon, den man sieht, teile ich mir mit einer anderen Kursteilnehmerin :-)
 
Der Klippenweg
 
Wegen des schlechten Wetters ist das Meer aufgebracht...
 
..und lädt nicht gerade zum Baden ein.
 
Also schnell wieder ins Haus und Aufwärmen. Das Haus heisst übrigens Highseas und wurde von einem deutschen Professor für seine Braut gebaut. Als es dann 1912 fertig war, sollte seine Braut in die Vereinigten Staaten nachkommen. Leider nahm sie für die Überfahrt die Titanic und kam nie an...

Nach und nach trudeln die anderen Kursteilnehmer ein. Um 18 Uhr gibt es dann eine offizielle Begrüßung und Abendessen, bei welchem wir schon einen Teil der Kursleiter kennen lernen.

Heidi aus Kanada, Ariel aus Taiwan und die beiden Kursleiterinen Andrée und Page... und natürlich Henry, Andrées Welpe
Am nächsten Tag, einem Montag, geht dann endlich der eigentliche Kurs los. Dieser findet auf dem Gelände des Jackson Laboratorys statt. Im Laufe der Woche lernen wir sehr viele, sehr verschiedene OP-Techniken und bekommen auch viel Zeit zum Üben.


Der Kursraum in Jackson Lab
 
Mein Arbeitsplatz
 Am Dienstagmorgen verabrede ich mich mit Darlene (aus Princeton) und Andrej (aus Russland) früh morgens, um den Sonnenaufgang anzugucken. Wir gehen wieder runter zu den Klippen.. Wirklich traumhaft!


Mein erster Blick von meinem Balkon aus. Es geht erst langsam los.
 
Ein wenig Zeit haben wir noch..
 
Es ist kalt, aber die Sonne lässt sich Zeit..
 
Andrej überbrückt die Zeit, indem er zum Wasser runtergeht und "Essen" mitbringt. Darlene und ich lehnen dankend ab ;-)
 
Als es endlich losgeht, sind alle Kameras gezückt..

Guten Morgen ;-)

Superschön..
 
Morgenstund hat Gold im Mund ;-)
 Wir müssen uns aber auch beeilen, um rechtzeitig zum Shuttle zu kommen, der uns jeden Tag von unserem Haus zum Jackson Lab und zurück fährt. Mittags erkunden wir das Gelände des Jackson Labs.

Vor dem Eingang
 
Die Mensa und das Gebäude, in dem unser Kurs stattfindet.

Am Dienstagabend gibt es das traditionelle Lobsterdinner mit allen Kursleitern und den Teilnehmern. Es wird ein sehr gemütlicher Abend. Da ich am nächsten Tag Geburtstag habe, findet anschliessend eine kleine spontane Reinfeier-Party im Tischtennisraum statt. :-) Dies freut mich natürlich sehr, denn ich hatte schon befürchtet, meinen Geburtstag ganz alleine fern von allen Freunden und Verwandten in Deutschland und Boston feiern zu müssen.. Buhu.. ;-)


Das Buffet wird begutachtet
 
Lobster mit Cole Slaw, Kartoffeln und Maisbrot, dazu Clam Chowder. Absolut New England..
 
Zum Glück ist der Esstisch so lang..
 
Joe und Bonnie (Kursleiter), Ariel und Darlene (Teilnehmer)
 
Serban (aus Paris), Andrej und ich
 
Das obligatorische Gruppenbild
  
Packendes Tischtennismatch zwischen Russland und den United States of India...
 

..diesen Spitznamen hat Shiv von Serban bekommen, da er Halb-Inder und Halb-Amerikaner ist.
 
Bald ist Mitternacht!!!
 
Shiv (Virginia Tech) und zwei der Kursleiter
 
Da ich irgendwann im Lauf des Abends zugegeben habe, in meiner Jugend New Kids on the Block Fan gewesen zu sein, spielt Serban extra ihr Geburtstagslied um Mitternacht :-)
 
Allerdings bekomme ich auch noch das "richtige" Happy Birthday als französisch-russisches Duett...
 An meinem Geburtstag geht es wieder früh mit dem Shuttle zum Kurs.. Aufgrund der eher kurzen Nacht fällt für die meisten von uns das Frühstück aus.. Auch am Vormittag leiden einige auffallend *g*. Ich bekomme während des gesamten Tages viele Glückwünsche per Telefon, E-Mail, Whatsapp, Facebook und SMS. Ganz herzlichen Dank dafür!!!!!


In der Kantine des Jackson Labs

Ich gehöre zum Glück zu den wenigen, denen es gut geht :-)


Dennoch sind wir mehr oder weniger fleißig..

Beweisfoto!!!
 
Mein Arbeitsplatz

Andrée, die Leiterin des Kurses
 Es ist perfektes Timing, dass der Mittwochnachmittag zur freien Verfügung steht. Wir machen mit ein paar Leuten eine Besichtigungstour des Acadia National Parks, auch wenn Teile davon leider gesperrt sind. Wir bekommen dennoch einen tollen Eindruck von dieser atemberaubend schönen Landschaft.

Wir nehmen den Van des Jackson Labs..
  
..und fahren los.. Zum Glück haben wir mit Andrée und Page ortskundige Führer, die uns zu den schönsten Teilen des Parks führen.
  
An allen schönen Stellen halten wir an und besichtigen.. Dieser Teil ist unamerikanisch, eigentlich müssten wir aus dem Auto raus fotografieren ;-) 
  
Gruppenbild am Strand: Andrej, Serban, Andrée, Page, Anjali, Shiv, Darlene und Ariel
  
Das Leben..
  
...könnte härter sein..
  
Wahnsinnswetter
 
Hier das berühmte Thunder Hole: Wenn die Gischt gegen den Felsen schlägt, klingt das wie Donner 
 

Einige von uns klettern in den Felsen rum, um einen besseren Blick zu ergattern
  
Weil das Wetter so gut ist und die See nicht so rauh, hören wir nur "kleinere" Donner...
  
..aber auch die sind beeindruckend.
  
Der Acadia National Park ist sicherlich nochmals eine Reise wert!
 Nach der Besichtigung des Parks fahren wir nochmal nach Bar Harbor rein, aber es ist wirklich ausgestorben.

Überall gibt es Schilder wie diese..
 
Die anderen wollen mich zum Tragen dieser Kopfbedeckung zwingen, dies kann ich gerade noch abwehren..
  
Wie schon gesagt: Bar Harbor lebt von Touristen..

Wir finden schliesslich die einzige Gaststätte, die auch im Winter geöffnet ist (und einen Elch auf dem Dach hat) und kehren ein.
  
Mein Geburtstagscocktail
 
Zusätzlich zum Cocktail bekomme ich diesen schönen Hut.. Vom Regen in die Traufe... ;-)
Den Tag lassen wir gemütlich zuhause ausklingen und machen einen Spieleabend. 
Spieleabend im Wohnzimmer..
 
Action bei der Charade


Ariel macht mir derweil diesen chinesischen Knoten als Geschenk, er ist ein Glücksbringer und zeigt die Verschlungenheit des Lebens..


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